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alle diskografischen Daten finden Sie unter:
www.dismarc.org


Evaluation

Ziel dieses Projektes ist die Sicherung des Kulturgutes „Schallplatte“, im Besonderen „Schellacks/78giri“ mit dem inhaltlichen Schwerpunkt der Unterhaltungsmusik dieser Zeit und ihrer Wirkung.


Rückblickend auf die letzten 3 Arbeitsjahre, ist festzustellen, dass die Tragweite dieses umfassenden Titels, die Fülle der notwendigen Arbeitsleistung nicht im vollen Umfang vorausgesehen wurde. Daher  mussten sich im Arbeitsprozess einige Schwerpunkte verlagern, um die Resultate sinnvoll zu gestalten.

(Waren anfänglich Firmen- und Künstlerdiskografien  im Mittelpunkt der Arbeitsleistung, z.B. war die Rede von einer Auswahl von etwa 100 Künstlern, stellte sich durch die Überfülle des Materials und durch die noch wenig bis gar nicht ausgefeilte Methode der Erfassung  und Sicherung der Daten, sehr schnell eine Schwerpunkt Veränderung  zur Grundlagenforschung hin, ein. – Passende „Werkzeuge“ mussten erst gefunden werden)


Wichtig war von Anfang an die Cooperation mit der Fonoteca Swizzera und IASA, im Hinblick auch auf das FDHT-Projekt.  Ich denke, dass unser Projekt mit seinen Ergebnissen als Grundlage für ein weiterführendes Projekt in größerem und reicher dotiertem Rahmen hilfreich sein wird.


Im Verlauf des Arbeitsprozesses haben sich 3 Themenbereiche entwickelt, in denen Resultate erzielt wurden:

1)       Datensammlung/Datenbereitstellung  - diskografische, inhaltliche Sicherung

2)       Digitalisierung/ Re-recording  - technische Sicherung

3)       Pädagogische Aktivitäten


Ad 1) Diskografische, inhaltliche Sicherung:


1.1)      Erarbeitung einer speziellen Parameter für Schellacks zur Datenerfassung , die aus einer intensiven Diskussion zwischen Archivaren, Sammlern und Diskografen entstanden ist.

1.2)      Bereitstellung der Plattform FN Base 2000 als Datenpool in der Fonoteca Swizzera: Daten der Sammlung Sancin, Triest, und Sammlung Seiser, Wien

1.3)      Entwicklung der Datenbank INFOLK durch das Österreichische Volksliedwerk:

Daten der Sammlung des Österreichischen Volksliedwerkes, Wien

Daten des Allgäu-  Schwäbischen Musikarchives, Eglofs.

1.4)      Entwicklung einer Datenbank auf McIntosh im Bayerischen Landesverein für Heimatpflege/Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, Uffenheim

   Daten der Sammlung in Uffenheim  (unter Vorbehalt auch Grünwald )

1.5)      Vernetzung der einzelnen Datenbanken und Dateneinträge mit dem „Daten-Pool“ der Fonoteca Swizzera in Lugano

1.6)         Übertragung von Daten aus anderen Datensystemen

1.6.1)      Sammlung Norbert Nitsche, Wien : F+A Datenba

1.6.2)      Sammlung Claus Peter Gallenmiller, Allgäu : Access


1.7)         Um den Zielen des Projektes eine nachhaltige Wirkung zu sichern, Gründung der Gesellschaft für Historische Tonträger e.V. im Herbst  2002.

   Der Mitgliederstand im Juli 2004 : 52 Mitglieder aus 5 europäischen Ländern

   In Zusammenarbeit mit dem Land Wien und dem Wiener  Phonomuseum sind weitere Projekte geplant

1.8)         Erstellung von Firmen- und Künstlerdiskografien

1.8.1)      VOX – Firmendiskografie (Claus Peter Gallenmiller/ Rainer Lotz)

1.8.2)      Richard Waldemar – Künstlerdiskografie (Christiane Hofer)

1.8.3)      Kathi Hohla/ Franz Biereder (Ernst Weber)

1.8.4)      Maly Nagl (Ernst Weber)

1.8.5)      Rudolf Nowotny (Ernst Weber)

1.8.6)      Gisela Meissenbicher (Nicola Benz)

1.8.7)      Ady Rothmayer (Ernst Weber)

1.8.9)      Geschwister Simböck (Nicola Benz)

1.8.10)    Mizzi Starecek (Ernst Weber)

1.8.11)    Thomas Steiner (Nicola Benz)

1.8.12)    Diplomarbeit Università degli Studi „Dischi di Musica da Intrattenimento nella Trieste Austriaca Elementari per la loro datazione“ (Renato Schiavon)

1.9)         Handbuch: „Leitfaden zur Erstellung von Diskografien“ (Franz Lechleitner)



Ad 2) Technische Sicherung


Schwerpunkt dieses Bereiches liegt im Rahmen des Projektes in Gorizia /Projektbereich Dott. Alessandro Argentini und in Wien/Projektbereich DI. Franz Lechleitner


2.1) Überspielung und digitale Sicherung der Sammlung Sancin, Triest

2.2) Überspielung und digitale Sicherung  der Sammlung des Österreichischen 

       Volksliedwerkes, Wien

2.3) Beginn von Überspielung und digitaler Sicherung der Sammlung Seiser, Wien

2.4) Überspielung und digitale Sicherung der Sammlung im Allgäu-Schwäbischen

        Musikarchiv

2.5) Überspielung und digitale Sicherung der Sammlung der Forschungsstelle für fränkische

       Volksmusik, Uffenheim



Ad 3) Pädagogische Aktivitäten


Die pädagogischen Aktivitäten sind innerhalb des Sokrates/Grundtvig- Programmes die wesentlichen Produkte. Diskografische, inhaltliche Sicherung und technische Sicherung sind innerhalb dieses Projektes jedoch unverzichtbare Voraussetzungen für diese gewünschten Produkte. Das Verständnis für das Kulturgut  „Früher Tonträger – Schellack“ und die damit verbundenen Kulturtechniken, deren Kenntnisse nicht vollständig in Vergessenheit geraten dürfen, ist nur über eine weit reichende Erfassung  und Sicherung der noch vorhandenen Objekte zu gewährleisten.


3.1) Organisation von Weiterbildung  in den Bereichen: Diskografie, Inhalt, Technik

3.11)   Planung und Durchführung von 4 „Diskografentagen“ in Wien in Zusammenarbeit mit der VHS Hietzing (Dokumentation: Video/Audio: Michaela Brodl)

3.12)   Planung und Durchführung 1 Sommerakademie in Gorizia (8.-11.7.2003) in Zusammenarbeit mit der Universität Udine sede in Gorizia (Dokumentation: CD-R: Michaela Brodl, Clelia Parvopassu, Claus Peter Gallenmiller)

3.13)   siehe 1.9) Erarbeitung eines Handbuches „Leitfaden Diskografie“


3.2)   Organisation von Weiterbildung im Bereich : Medienkunde

3.2.1)   in Zusammenarbeit mit der VHS Hietzing Wien : 3 Kursreihen : Heitere Medienkunde

                SS 2002/WS2003-04/SS2004

3.2.2)   in Zusammenarbeit mit der Bezirksvorstehung Mariahilf, Wien: Veranstaltungsreihe „Schellacksammler stellen vor…“ monatlich

3.2.3)   Schellackabend mit Tanz Jänner 2002 im Gasthaus in Eglofs (Wolfram Benz)

3.2.4)   Schellackabend Juni 2003 im Gasthaus in Sulz/Wienerwald mit Günther Schifter

(ass. Nitsche/Hofer)

3.2.5)   Schellackabend November 2003 im Gasthaus in Uffenheim (FJ Schramm)


3.3)   Organisation von Weiterbildung im Bereich: aktive Musikausübung

3.3.1)   Workshops für Musikanten in Uffenheim

3.3.2)   2 Workshops in Zusammenarbeit mit Musikuniversität Wien /VLW (Nicola Benz, Ernst Weber, Organisation Michaela Brodl)

3.33)   Workshop für Musikerzieher in Gorizia (11.7.2004) (Clelia Parvopassu, Alessandro Argentini, Luisa Zanoncelli)

 

3.4)         Allgemeine Verbreitungsaktivitäten

3.4.1)      Internet: web-site www.phonomuseum.at (Redaktion: Christiane Hofer)

3.4.2)       Rundschrift/circolare – zweisprachige Fachzeitschrift/halbjährlich (Redaktion: Christiane Hofer, Lechleitner Gerda,  Nicola Benz, Ernst Weber)

3.4.3)      in Zusammenarbeit mit „Plejaden-net“ Gestaltung eines Internetradios für ältere Menschen – Start Ende Juli 2004

3.4.4)      Mitwirkung bei diversen Veranstaltungen :

   Geburtstagsfeiern für Jubilare im Bezirk Mariahilf, Wien

   Themenveranstaltungen an diversen Orten (Max Schönherr, Günther Schifter etc)


Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Projekt mediale Anerkennung findet und dem Projekt der österreichische Staatspreis für Kulturvermittlung zuerkannt wurde.

www.vooch.at